Jenseits des Gewöhnlichen

Hier beginnt unsere Reise. Lernen Sie unsere Hunde und unser Leben kennen. Wir legen großen Wert auf Ehrlichkeit. Begleiten Sie uns, während wir gemeinsam wachsen und erfolgreich sind. Wir freuen uns, dass Sie hier sind, um Teil unserer Geschichte zu sein.

 

Was erwarte ich von meinem Hund?

Heute möchten wir einmal darüber sprechen, warum Menschen sich für einen Hovawart entscheiden. Man hört immer wieder, der Hovawart ist ein schwieriger oder anspruchsvoller Hund. Viele Trainer oder Tierärzte verurteilen ihn als Rasse.

Derzeit gibt es wieder viele Hunde dieser Rasse in der Notvermittlung. Meist sind es Rüden im Alter von 2-4 Jahren. Hunde die ihren Menschen „über den Kopf“ wachsen, gebissen haben oder andere problematische Verhaltensweisen zeigen.

Wenn man einmal gesundheitliche Gründe und mangelhafte Aufzucht ausklammert, sind diese Hovis aber nicht „Schuld“ an ihrem Verhalten. Bestimmte Menschen haben sich (hoffentlich) bewusst für diese Rasse und diesen Hund entschieden.

Was bedeutet das?

1. Es sollte jedem wirklich und unmissverständlich klar sein, dass der Hovi ein Schutzhund ist. Dafür und nur dafür wurde er einmal eingesetzt, das steckt tief in seiner Genetik. Das bedeutet, er wird seine Familie mit seinem Leben verteidigen. Auf der anderen Seite kann man nicht erwarten, das er jeden Zwei- und Vierbeiner mag oder in seinem Revier toleriert. Er hat eine für ihn wichtige Individualdistanz, ein Hovi wird es zeigen, wenn diese unterschritten wird. Demnach sollte der Mensch diese Eigenschaften nicht verurteilen sondern respektieren und in die richtigen Bahnen lenken. Wer einen immer fröhlichen und alles und jeden liebenden Hund sucht, ist hier einfach falsch.

2. Der Hovi muss seinen Job machen dürfen. Deswegen muss er aufpassen dürfen. Und zwar in seinem Zuhause, nicht nur auf Hundeplätzen. Deswegen ist er einfach kein Hund für ein Mehrfamilienhaus in der Großstadt. Dieser Hund ist kein Sportgerät, es ist sein Lebensinhalt uns und alle die dazu gehören zu beschützen.

3. Fehlt es an Führung übernimmt dieser Hund unseren Job. Und wie tut er das? Er maßregelt auf Hundeart. Und insbesondere Kinder sind für Hunde keine Führungskraft. Der Erwachsene muss klarmachen, was ein Tabu ist. Hund und Kind kann super funktionieren, aber eben auch nicht. Diese Hunde laufen nicht nebenher. Deswegen sollte man sich gut überlegen ob man es schafft mit kleinen Kindern einem solchen Hund gerecht zu werden.

4. Die Pubertät tut weh und dauert Jahre. Auch uns tut sie immer wieder weh. Aber wir wissen, dass wir belohnt werden. Diese Jahre des Ärgers und Frusts lassen einen mit dem Hund zusammenwachsen, wenn man nicht aufgibt. Der eine Hund macht es einem schwerer als der andere. Auch das können wir nach 25 Jahren Hovi sagen. Aber der Mensch muss es wollen, der Hund kann nichts dafür, dass dieser Mensch ihn adoptiert hat. Und man lernt dabei sehr sehr viel.

 

Quelle unbenannt, aber für sehr gut befunden 

Wer?

Wer geht mit Dir auch steile Pfade
und steht für Dich im Elend grade?
Wer fällt Dir niemals in den Rücken
und will Dich jeden Tag verzücken?

Wer würd’ Dir nie was Schlechtes tun,
auf wen kannst Du Dich blind beruh’n?
Wer folgt Dir brav auf Schritt und Tritt
und hält auch Deinen Körper fit?

Wer begrüßt Dich nett am Morgen
und vertreibt Dir Deine Sorgen?
Wer ist Dir treu in jeder Stund?
Es ist Dein treuer Freund, der Hund!

© Norbert van Tiggelen

 

Regenbogenbrücke

 

Hat Dein treuer Weggefährte

seine Augen sanft geschlossen,

ist der Schmerz unendlich tief -

sein Lebensbach dahingeflossen.

 

Er betritt dann ohne Leiden

einen Steg, so schillernd bunt;

über diesen wird er schweben

wie ein freier Vagabund.

 

Diese Brücke führt ihn dorthin,

wo es ruhig und friedlich ist.

Ihn umgeben Bäche, Wiesen,

keine Schmerzen und kein Zwist.

 

Eines Tages irgendwann mal

werdet ihr euch wieder sehen

und gemeinsam eng beisammen

über diese Brücke gehen.

 

©Norbert van Tiggelen

 

„Der Haufenfeind“

 

Der Hund, der steht im Allgemeinen,

fest und sicher auf vier Beinen.

Sind’s beim Männchen nur noch drei,

ist er meist beim Pinkeln bei.

Bückt er sich mit hohem Nacken,

fängt er meistens an zu kacken.

Schwellen dann die Augen an,

wächst der Haufen schnell heran.

Rutscht einmal ein Kind drauf aus,

freut sich Mutti nicht zu Haus.

Drum pass auf deinen Hund gut auf,

sonst folg ich ihm im Dauerlauf.

Und sollte er mich dann noch beißen,

werd ich dir den Arsch aufreißen.

Diesem Reim, den schrieb mein Freund,

ein riesig großer Haufenfeind!

 

© Norbert van Tiggelen

 

 

 

 

 

Herzensbrecher

 

Deine Augen - ein Gedicht!

Falschheit? Nein die kennst Du nicht.

Folgst mir treu auf allen Wegen,

bist für mich der größte Segen.

 

Dein Charakter - warm und gut,

ehrlich bist Du bis aufs Blut.

Dir kann ich mein Leid erzählen,

ohne Dich würd’ mir was fehlen.

 

Deine Nase kalt wie Eis,

Seelefarbe blütenweiß.

Gehst mit mir auch steile Wege,           

unsre Freundschaft ich gern pflege.

 

Deine Ohren flauschig weich,

Liebe gibst Du hier und gleich.

Du, mein lieber Freund, mein frecher -

Seelenclown und Herzensbrecher.

 

©Norbert van Tiggelen

 



      Die 10 Gebote eines Hundes an den Menschen

 

1.  Mein Leben dauert nur 10 – 15 Jahre. Jede Trennung von dir wird Leiden bedeuten.Bedenke es, ehe du mich anschaffst!

  1. Gib mir Zeit zu verstehen, was du von mir willst.
  2. Pflanze Vertrauen in mich ein, ich lebe davon.
  3. Zürne mir nie lange und sperr mich nicht zur Strafe ein. Du hast deine Arbeit, deine Vergnügungen, deine Freunde – ich habe nur dich.
  4. Sprich mit mir! Auch wenn ich deine Worte nicht ganz verstehe, so jedoch deine Stimme, die sich an mich wendet.
  5. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird, ich vergesse nie!
  6. Bedenke, ehe du mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit deine Hand zerquetschen können, dass ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache.
  7. Ehr du mich bei der Arbeit unwillig schiltst, träge oder faul zu sein, bedenke, vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz.
  8. Kümmere dich um mich, wenn ich alt geworden bin. Auch du wirst einmal alt sein.
  9. Gehe jeden noch so schweren Gang mit mir. Sage nie; „ich kann so etwas nicht „, oder „es soll in meiner Abwesenheit geschehen“. Alles ist leichter für mich – mit dir!

 

Dein treuer Freund

 

 

 

Verfasser unbekannt